29.10.
2011

Was macht eigentlich El Peh?

Tja, wir lassen uns Zeit! Aber, wir werden natürlich das schöne Liedgut auch leibhaftig immer mal wieder darbieten. In Planung ist mal wieder ein Konzert in Berlin und zwar am 9.12., wahrscheinlich mit Bullenschubser und Last Boys Army. Großartige Gruppennamen sind das! Dann wird der Abend sicher auch schön!

17.10.
2011

Aufnahmen sind jetzt fertig. Wir haben alles gegeben und freuen uns über 14 Lieder Progressiv-Oi! vom allerfeinsten. Da unser Müscher allerdings selber mit Haudegen auf Gastspielreise geht und die Schallfolie eh erst im Frühjahr erscheinen soll, müschen wir erst Neujahr und müssen uns also alle noch etwas gedulden. Erscheinen tut das gute Stück bei Rebellion Deutschland. Um unsere engen Beziehungen zu den Brüdern und Schwestern in der BRD zu untermauern, erscheint die Split e.p. jetzt auch gleich mit Subculture Squad auf der anderen Seite (hatte ich schonmal geschrieben, oder?). Somit fällt auch langsam die Mauer in den Köpfen und Deutschland wächst zusammen. Da die Platte uns schon während der Aufnahmen tight ins Gesicht burnte, ist damit zu rechnen, dass ihr beim hören das mega-kick-ass-drag-off-blast-back-erlebnis haben werdet. Wer sich jetzt wundert – das ist Musikersprache, die hat uns unser Injenöhr Nils im Studio beigebracht. Plattenveröffentlichungsfeiern sind übrigens für Berlin, Halle, Minden und Eisenhüttenstadt geplant.
Wie es aussieht werden wir uns mit dieser Platte auch textlich etwas aus der Grauzone entfernen. Ich hoffe, ihr mögt uns dann trotz Rastatroddeln, Batikhemden, Gute-Nacht-Weiße-Braut-T-Hemden und ultralinker Parolen immer noch. Nächstes Hochlicht unserer Karriere wird dann am 4.11. das Konzert mit Distillery´s Child in Minden sein. Wer mitkommen will, sollte dies tun. Geplant sind u.a. ein kurzer Abstecher nach Rassau in den Möbelmarkt und Komasaufen mit der Gruppe nach dem Gig.

12.10.
2011

Eh man sich´s versieht ist alles schon wieder vorbei. Geschindert haben wir wie die Tiere um das aktuelle Album einzuprügeln. Namenhafte Gastsänger gaben sich die Klinke in die Hand und nun fehlen lediglich ein paar Gesangsspuren und der Chor. Zwischendurch fanden wir auch noch Zeit um auf der 20-Jahre Hoolywoodfeier zum Tanze aufzuspielen.
Wie gewohnt, gab es auch hier allerlei Kuriositäten zu bestaunen. Der Alkohol floss in Strömen, Ielai musste während dder künstlerischen Darbietung das stille Örtchen aufsuchen. Die Pause nutzten wir zu einer recht gelungenen A-capella-Darbietung. Die Publikumsmischung war ebenfalls sehr interessant. Links, rechts, groß, klein, Männlein, Weiblein, Unioner und BFCer feierten relativ einträchtig und es gab null Stress. Quasi Garten Eden reloaded, um mal die Jugendsprache zu bemühen. Ist doch viel schöner als sich wegen irgendwelcher Einstellungen den Schädel einzuschlagen, Gell?
Am nächsten Tag ging es sofort wieder an die Arbeit. In die Hände gespuckt und mal eben in 6,5 Stunden ca. 30 Gitarrenspuren eingesemmelt. Da ist der Punkrockfaktor hoch! Ma kieken ob Verspieler dabei sind.
Wie bereits erwähnt, soll die Platte den schönen Titel „Festival des politischen Liedes“ tragen, da die romantisch verklärten Texte unserer letzten LP knallharten politischen Aussagen gewichen sind. Aber auch für unsere kleinen Freunde und Senioren ist natürlich etwas dabei. Aufgrund unserer Anfahrten zum Studio in öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Hassfaktor natürlich immens hoch. Ick sach nur: 3x Umsteigen
Unsere Split e.p. ist auch unter Dach und Fach. Juniorpartner werden die Kollegen von Subculture Squad sein. Da freuen wa uns ooch druff! Ma sehen welche Veröffentlichung zuerst das Licht der Welt erblickt. Für 2 Goyko Schmidt Coverversionen (für einen geplanten Tributsampler) unterstützten uns übrigens Frau K., Herr (Land-)Graf von den Deafmen, Alexx (Commando, Bonsai Kitten) und die mexikanische Oi! Band División Acorazada, die gerade im Lande waren und im Studio vorbeischauten. Gemeinsam wurden die Lieder „Mitropa Meeting“ und „Freu“ (nebst spanischer Version „Me alegro“) eingesungen. Gerhard King (Bruder von Kerry King von Slayer)und Torsten Brühl(Schulfreund von James Hettfield aus der 4.Klasse)haben sich bereits bereit erklärt im Chor mitzusingen.
Wenn noch Zeit ist, spielen wir auch noch was ohne Strom ein…ma kieken…

05.10.
2011

Es führte einfach kein Weg in die verbohrten Schädel der Agitprop-Brigade des Lovelites. Eine Woche vor dem Termin fällt denen auf, was für ein verruchtes Volk wir Turbolover-Heinis doch sind: Wir kennen nämlich jemanden, der irgendwann mal ein Lied über einen Ort gesungen hat, an dem auch mal Nazis gewesen waren. Man könnte meinen, daß jeder Denkmalsvorbeiläufer gleichsam Schuld an der Wahl des Denkmalmaterials sei. Denk mal!

Die Feier zum zwanzigsten Hoolywood-Jubiläum findet aber trotzdem statt. Natürlich an einem anderen Ort, im Wedding, an der Grenze zum grauen Prenzlauer Berg. Wir treffen uns also um neune abends in der Bernauer Straße 64, neben dem Mauersegler. Habt ein bißchen Geduld vor Ort, da alles nun ein wenig aus dem Stehgreif geschieht.

Nun noch ein Aufruf zur Intoleranz: Geht nicht, nie und nimmer in einen Schuppen namens Lovelite! Und wenn ihr jemanden trefft, der mal da war oder dort arbeitet, spuckt ihm auf die Schuhe!

05.10.
2011

Studiozeit – schöne Zeit!

So, jetzt sind wa endlich im Aufnahmeraum um die neue LP und noch zwee Samplerbeiträge einzuklimpern. Fleißige Bienchen wie wir sind, ham wir schon nach 1,5 Tagen alles auf Band gebannt, jedenfalls Gitarre und Schlachzeuch. Wenn es weiter so geht, nehmen wir eine 5-fach LP auf. Gleich am ersten Tag wurden wir von einer Horde russischstämmiger Damen, direkt neben dem Studio zum Geburtstag eingeladen. Es gab ein Buffet vorm Herrn und Schnaps ohne Ende. Allerdings sah es dann danach aus, als sollten wir dafür noch Gegenleistungen in Naturalienform erbringen. Da verschiedene Gruppenmitglieder in festen Händen sind und die Damen auch nicht mehr sooo ganz unsere Altersklasse waren, ergriffen wir filmreif (Autos warteten mit laufenden Motoren vor der Tür) die Flucht und haben herzlich gelacht.
Erwähnenswert ist auch, dass nach 10jähriger Abstinenz der Schnaps in unsere Leben zurück gekehrt ist. Eine bis vor kurzem schier unmöglich scheinende Szene spielte sich ab: Martini wollte seinen Wodka nicht mehr und schüttete ihn Sören ins Glas, der ihn sichtlich genoss.
Heute hatten wir dann gleich Ruhetag und morgen werden wir dann hoffentlich den Bass fertigstellen. Aufnehmen tun wir übrigens in Hellersdorf. Da fühlt man sich als Ostler natürlich pudelwohl. Allerdings wurden wir aufgrund unserer Kleidung bereits als Innenstädter erkannt und argwöhnisch gemustert.
Man darf gespannt sein ob in den nächsten Tagen wieder das wilde Rock´n´Roller-Leben Einzug hält und wir statt zu musizieren in fetten Kiffschwaden versinken, Nadeln im Arm, schwer tätowierte Bardamen auf den Knien und natürlich intravenös mit Fusel vollgepumpt. Vielleicht sind wir aber auch ganz lieb, machen was der Injenör sagt und spielen unsere lustige Musike ein. Wir halten euch auf dem laufenden…

PS: Die Split e.p. mit den Bombecks, die im Äther herumgeisterte, wird es nicht geben.